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Aktivstall – Offenstall – die natürliche Form der Unterbringung eines Pferdes

Der Offenstall

In den vergangenen Jahren wurden Offenställe immer beliebter, denn diese Form der Pferdehaltung gleicht der Natur der Pferde am meisten. In einem Offenstall stehen Pferde in Gruppen 24 Stunden zusammen und in der Regel erhalten sie auch 24 Stunden Raufutter. Im Offenstall gibt es einen Unterstand, der Unterstand dient oft als Ruhezone und er bietet Schutz vor Regen, Gewitter, Sturm sowie starker Sonnenstrahlung.

Neben der Heumenge erhalten die Pferde selbstverständlich auch ausreichend Wasser, oft werden bei Offenställen frostsichere Tränken angebracht, so ist auch im Winter sichergestellt, dass die Pferde immer ihren Durst stillen können. Im Sommer können die Pferde auf die Weide und im Winter steht meistens ein großer Paddock zur Verfügung. Gerade im Herbst und Winter ist es für so manchen Einstaller schwierig mit seinem Pferd etwas zu machen, da je nach Wetterlage, die Pferde komplett durchnässt sind. Nicht jedes Pferd sucht den Unterstand auf, wenn es regnet, manche lieben einfach die natürliche Dusche.

Bei der Suche nach einem Offenstall sollte auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass der Paddock-Bereich befestigt ist, denn ansonsten stehen die Pferde spätestens im Herbst im Matsch, was wiederum für die Hufe nicht gesund ist.

Pferde die unter Rehe leiden stehen meistens mit einer Fressbremse auf der Weide, wenn sie in einem Offenstall stehen. Eine andere Möglichkeit ist fast nicht gegeben, dies ist nicht unbedingt die glücklichste Lösung für Pferd und Besitzer.

Wie jede Haltungsform hat auch der Offenstall seine Vor- und Nachteile, hierzu später mehr.

Der Aktivstall

Derzeit sind Aktivställe groß im Kommen und sie sind eine sehr gute Alternative zur Boxen- und Offenstallhaltung. Ein moderner Aktivstall ermöglicht den Pferden eine sehr artgerechte sowie natürliche Unterbringung.

Wie der Name schon sagt, geht es beim Aktivstall darum, dass die Pferde ihrem natürlichen Bewegungsdrang/-muster nachgehen können. Ein moderner Aktivstall bietet den Pferden zum Beispiel folgendes an:

– Verschiedene Bodenverhältnisse, uneben, erhöht, hügelig, flach
– Befestigte Böden (Paddockbereich)
– Viele Laufwege mit unterschiedlichen Belägen
– Frostsichere Tränken
– Ruhezonen
– Salz- und Minerallecksteine
– Zonen in denen sich die Pferde wälzen können
– Heu- und Stroh in ausreichender Menge
– Einen Weidebereich
– Holzstämme zum Knabbern
– Stämme an denen sich die Pferde schubbern können

Die Pferde müssen im Aktivstall (bzw. sie dürfen) sich für die Befriedung ihrer Bedürfnisse bewegen. Die Wasserquellen befinden sich zum Beispiel an einer ganz anderen Stelle wie die Ruhezone, so müssen die Pferde um zu Trinken laufen, was in der Natur auch so ist. Alles ist durch Laufwege getrennt und so sind die Pferde immer beschäftigt und auch in Bewegung. Gerade ältere Pferde bleiben so fit und sie langweilen sich auch nicht so schnell.

Die Größe der Gruppe richtet sich nach den Gegebenheiten, es gibt reine Wallach-/Stutengruppen, aber auch gemischte Gruppen. Im Aktivstall werden die Pferde motiviert sich zu bewegen und wenn sie ihre Ruhe haben möchten, können sie sich in den Ruhezonen zurückziehen.

Wer einmal Pferde in einem Aktivstall beobachtet wird schnell merken wie harmonisch diese zusammen leben. Gemeinsame Fellpflege wird betrieben, wenn welche schlafen, wachen andere, es wird getobt, gespielt und alle genießen einfach die natürliche Haltungsform. Aktivställe stillen den Bewegungsdrang und sie ermöglichen die wichtigen sozialen Kontakte, denn Pferde sind Herdentiere.

Die Fütterung von Kraftfutter & Co. im Aktivstall

Es gibt Aktivställe, die ein sehr gutes System für die Fütterung haben. Die Pferde tragen einen Chip, meistens wird dieser an einem Halsring befestigt, dieser Chip hat die Fütterungsdaten gespeichert. Über den Chip erhalten die Pferde Zutritt zu den Futterzonen und sie bekommen mehrmals über den Tag verteilt die für sie gespeicherten Futtermengen. Durch dieses System ist eine Kontrolle, der aufgenommen Futtermengen gewährleistet.

Natürlich hat ein solches System seinen Preis, die Anschaffungskosten sind hierfür sehr hoch und nicht jeder Stallbetreiber kann sich eine solche Anlage installieren.

Aktivställe in, denen ein computergesteuertes Fütterungsmanagement nicht möglich ist, werden die Pferde entweder vom Stallbetreiber oder von den Besitzern mit Kraftfutter versorgt. Raufutter steht rund um die Uhr zur Verfügung.

Für wen eignet sich der Aktivstall?

Im Aktivstall stehen Robustpferde, Sportpferde, Jungpferde, Fohlen sowie Rentner. Alle Pferderassen und Altersgruppen sind vertreten. In der Natur sind auch verschiedene Altersgruppen in einer Herde, die Jungen profitieren von der Erfahrung und Ruhe der Älteren und die Jungen halten die Älteren in Schwung.
Selbst ältere Pferde, die bisher nur in Boxen gehalten wurden, gewöhnen sich meist schnell ein, denn schließlich bekommen sie die Möglichkeit sich natürlich zu verhalten und zu leben. Wir selbst haben die Erfahrung gemacht, das selbst ein 22-jähriges Pferd, welches nur Boxenhaltung kannte, sich innerhalb weniger Tage einlebt und auch deutlich entspannter ist.

Die Vorteile von Aktiv- und Offenställen

Die Vorteile vom Offenstall

  • Herdenhaltung
  • Sozialkontakte
  • viel frische Luft
  • 24 Stunden Raufutter (in der Regel)
  • ausreichend Bewegung
  • große Weidefläche
  • alle Altersgruppen
  • frostsichere Tränken (in der Regel)
  • ausreichend Beschäftigung
  • Unterstand

Die Vorteile vom Aktivstall

  • Herdenhaltung
  • Sozialkontakte
  • Viel frische Luft
  • 24 Stunden Raufutter (in der Regel)
  • Ausreichend Bewegung
  • Große Weideflächen
  • Alle Altersgruppen, Rassen
  • Laufwege
  • Unterschiedliche Bodenverhältnisse
  • Ruhezonen
  • Zonen zum Wälzen
  • Frostsichere Tränken
  • Der natürliche Bewegungsdrang wird gefördert
  • Weitläufiger „Stallbereich“
  • Ausreichend Beschäftigung

Die aufgeführten Vorteile sind nur ein Teilauszug, da es auch vom Stall bzw. von den Gegebenheiten abhängig ist.

Fazit

Offenställe sowie Aktivställe ermöglichen allen Pferden eine artgerechte Haltung, sie dürfen im Herdenverband leben, haben ausreichend Sozialkontakte, viel Bewegung, frische Luft, keine stickigen Stallgassen, immer ausreichend Raufutter und sie bekommen deutlich mehr von der Außenwelt mit. Durch die natürliche Haltungsform sind die Pferde sehr viel entspannter, ausgeglichener und friedlicher.

Natürlich gibt es auch Pferde die sich weder im Offen- noch Aktivstall wohlfühlen, doch die meisten Pferde gewöhnen sich schnell an die artgerechte Haltungsform.

Ein sehr schönes Beispiel für einen Aktivstall

 

Kann ein älteres Pferd wieder aufgebaut werden?

Unsere eigene Erfahrung mit Layla

Im letzten Jahr haben wir eine ältere Stute, 21 Jahre, übernommnen. Der Zustand der Stute war nicht sonderlich gut, sie war viel zu dünn und ihre Hufe waren ebenfalls in keinem guten Zustand. Wir durften die Stute übernehmen und, schon bevor alles geklärt war (bzgl. der Übernahme) hatten wir ihr die Hufe vom Hufschmied machen lassen und wir hatten angefangen sie zu füttern. Ihre Box haben wir immer frisch gemacht und wir haben uns mit ihr sehr viel beschäftigt.

Bis zur Übernahme wurde sie noch für Kinder genutzt, doch dies änderte sich dann, wie sie uns gehörte. Nach der Übernahme holten wir den Tierarzt dieser musste die Stute mehrmals entwurmen und wir ließen sie impfen, da wir den Impfstatus zu diesem Zeitpunkt nicht wussten. Sie kam von dem Moment an mit unserer anderen, ebenfalls 21-jährigen Stute, auf die Weide.

Mit der Zeit nahm Layla immer mehr zu und sie fing an uns zu vertrauen. Ich arbeitete sie viel vom Boden aus, das Reiten übernahm unsere RB und meine kleine Tochter. Das Arbeiten mit der Doppellonge gefiel ihr von Anfang an und sie machte sehr gut mit.

Neben der Longenarbeit und Reiten, gingen wir auch spazieren und es fanden die ersten Ausritte im Gelände statt. Sie erwies sich draußen als sehr nervenstark und sie genoss jeden Ausritt.

Durch das Futter, die Pflege, Liebe, Training am Boden und natürlich ordentlich Raufutter wurde sie immer mehr „Pferd“.

Wir ließen auch die Zähne machen, so wie es der Tierarzt beschrieb, wurden diese schon länger nicht mehr gemacht. Nach dem Zähne machen nahm sie erst ab, doch dann erholte sie sich und sie nahm endlich wieder zu.

Das Auf und Ab

Anfangs war es oft ein Auf und Ab doch mit der Zeit wurde es konstanter und wir freuten uns sehr über jeden Fortschritt. Wir konnten sehr gut beobachten, wie sie die Liebe und auch die Fütterung genoss.

Fazit

Die Erfahrung, die wir machen durften hat uns gezeigt, das selbst ein Pferd, welches in einem eher schlechten Zustand ist und älter ist, wieder aufbauen kann. Wichtig ist dabei Geduld, Liebe, Zeit und Bodenarbeit.

Was ich nicht vorenthalten möchte, sind die Kosten, denn diese sind nicht ohne, wir selbst haben uns da auch verkalkuliert, aber letztendlich wissen wir wofür wir das gemacht haben. Heute gehört die Stute unserer RB, beide waren von Anfang ein harmonisches Team. Unsere kleine Tochter war sehr traurig, aber sie darf immer die Stute besuchen und sie ist ganz in unserer Nähe.

Ich möchte die Leute ermutigen auch älteren Pferde, die noch Aufholbedarf haben, eine Chance zu geben, denn sie geben es einen 1.000-fach zurück.

Das nachfolgende Video zeigt ebenfalls sehr eindrucksvoll wie gut sich ein älteres Pferd wieder aufbauen lässt:

Ein Bericht einer Reitbeteiligung zum Thema „alte“ Pferde

Als Reitbeteiligung bin ich schon viel rum gekommen, ob nah, ob fern, ob junges Pferd oder altes Pferd…
ALT ist nicht gleich ALT, es kommt auf Haltung und Umgang an.

Meiner Meinung nach, waren es die älteren Pferde, die mich geprägt haben.
Um erst mal alle Vorurteile gleich zu beseitigen: ein ALTES Pferd ist nicht gleich ALT, im Sinne von schwach, zerbrechlich, kränklich, etc.!

Meine Reitbeteiligung, um welche ich mich bis Anfang diesen Jahres gekümmert hatte war 20. Abgesehen vom Sehnenschaden, war/ist sie topfit. Eingeritten wurde sie erst mit 13, nachdem Sie viele gesunde Fohlen in der Zucht zur Welt gebracht hatte, und startete schon 2 Jahre später viele Dressur Turniere. Auch diese Saison wird sie wieder in einigen L-Lektionen im Viereck stehen.
Ich als Reitbeteiligung profitierte von diesem Pferd, es hatte die Erfahrung, aber auch seine Charakterzüge, die sich in dem Alter gefestigt hatten. Ich konnte VON IHR lernen, nicht sie von mir und auch nicht wir zusammen. Und für jemanden der sich verbessern möchte, ist das das Beste was einem passieren kann.
Naja… natürlich muss das Pferd auch zu einem selbst passen, denn es gibt nicht für einen Topf zig Deckel. So blieben wir nicht zusammen.

So suchte ich also eine neue Reitbeteiligung und fand auch ein passendes Pferd und auch die passende Besitzerin mit der Einstellung und Erwartung, die man für sein Pferd haben sollte.
Das Stütchen ist 22 Jahre jung und noch immer in der Blüte ihrer Jahre, mit ihr kann man – nein – MUSS man sogar noch fleißig im Viereck arbeiten.
Durch Umzüge, Krankheiten unsererseits oder auch zu heißem Wetter, etc., wurde pausiert, wodurch wir nun wieder neu starten, um das Pferd wieder aufzubauen und zu trainieren, was sie außerdem auch braucht, denn sie möchte nicht in „Früh“Rente gehen und auf einer Wiese versauern und nur ab und an mal einen Schritt Spaziergang machen.

Ich werde auch oft gefragt, wieso ich denn so ein altes Pferd noch als Reitbeteiligung nehme, nach wenigen Jahren müsste ich mir doch sowieso ein Neues suchen… – klar, es gibt Fälle, da hört es bei einem 20 jährigen Pferd schon auf mit der Reiterei, aber meiner Meinung nach liegt das entweder an einem nachlässigen Besitzer, welcher meint, sein altes Pferd hätte ausgedient, oder natürlich an Krankheiten, die immer, auch bei jungen Pferden passieren und einschränken können.

So sehe ich meine jetzige Reitbeteiligung und auch die Besitzerin an und denke mir: Das sind noch viele Jahre, die das Stütchen lebenslustig und natürlich mit Reiter auf dem Rücken durchs Leben tollen wird!

Wieso also Pferden keine Chance geben, bei denen es nichtmal einen Grund gibt, sie auszusortieren ?

 

Vielen Dank für den tollen Bericht, wie Ihr seht, alte Pferde freuen sich, wenn es jemanden gibt, der sich mit ihnen beschäftigt.

Hallo liebe Oldie – Freunde

Hallo liebe Oldie – Freunde,

Ende 2013 war es bei mir soweit. … ein eigenes Pferd. .. es ist mir sozusagen über den Weg gelaufen. … ein Stuti 22 Lenze alt… Trakehner, sie hat schon viel erlebt. .. viele denken vielleicht. .warum hast du denn so ein altes Pferd genommen. .. es war eine Herz Entscheidung. .. ein wenig kannte ich dieses Pferdchen…und auch den Hintergrund warum sie abgegeben wurde… also wurde nicht lange überlegt…so wurde das Pony eingepackt und ich sammelte die ersten Erfahrungen mit eigenem Pferd. .. bisher war ich nur Reitbeteildigung. .. nun hatte ich Verantwortung für 4 Beine, Kulleraugen, Plüschohren… eine liebe Freundin von mir hat mich ermutigt in dieser Zeit und ich konnte auf ihre Erfahrungen mit Pferden zurück greifen…somit war klar das Pony hat nun auch ne Patentante. ..hiermit ein Danke an Claudia
😚
… womit ich mich auch beschäftigt hatte war was passiert wenn mein Stuti gehen muss… also ab ins Internet und sämtliche Seiten über Euthanasie beim Pferd wurden durchstöbert…. das ist kein schönes Thema, gehört aber leider dazu… nun aber wieder was freudigeres. … mit viel Liebe und Zuwendung wuchsen wir beide langsam zu einem Team bis heute.. klar, das Stuti hat ihre angelaufen Beine, die Rückenmuskeln müssen trainiert werden…. so haben wir viel Abwechslung. … ich hoffe auf noch viele gemeinsame Jahre. …
Und noch eine gute Nachricht… der ehemaligen Besitzerin meiner Stute geht es gesundheitlich wieder besser und sie ist nun meine Reitbeteildigung
😊
. ..
So gehen wir zu dritt unseren Weg, der hoffentlich noch weit geht…

Also nur Mut, gebt einem alten Pferd ne Chance. … sie geben es 1000fach zurück. ..

Liebe Grüße an alle Oldie-Fans 💕

dies ist ein Bericht von meiner Freudin Verena, vielen Dank für Deinen ersten Bericht ♥

Die Grundausstattung für ein Pferd

Was wird vor der Ankunft des eigenen Pferdes benötigt?

Bevor das gekaufte Pferd in den ausgewählten Stall einzieht, solltet Ihr ein paar Anschaffungen getätigt haben. Gleich zu Beginn wird nicht alles benötigt, was sich bei manchen so alles nach Jahren im Schrank befindet. Ein Blick in manchen Schrank lässt allerdings erahnen, was sich so im Laufe der Jahre ansammeln wird ;-).

Nachfolgend liste ich Euch die Utensilien auf, die für die ersten Tage/Wochen ausreichen.

Für die erste Zeit sollten folgende Dinge bereits im Stall/-Sattelschrank untergebracht sein:

– Halfter (1 – 2 reichen für die erste Zeit)
– Strick (1 – 2 Stricke sollten vorhanden sein)
– Longe (so kann das Pferd gezielt bewegt werden)
– Trense (wenn die Gebissgröße bekannt ist)
– Putzkiste
Pflege-Utensilien wie zum Beispiel Kardäsche, Schwamm, Staubbürste, Mähnen-/Schweifbürste/Kamm, Hufkratzer …..
– Leckerlis, Möhren, Äpfel

Was ist mit dem Sattel?

Ihr werdet Euch eventuelle fragen, warum ich nicht den Sattel in der Auflistung erwähne. Der Sattel muss dem Pferd passen, dies ist sehr wichtig. Wird das Pferd nicht mit seinem Sattel verkauft, so solltet Ihr einen Fachmann/Sattler um Hilfe bitten. Einfach einen Sattel kaufen ist keine gute Idee, da nicht jeder Sattel zum gekauften Pferd passt.

Die Trense und das Gebiss

Bei der Trense sowie beim Gebiss verhält es sich ähnlich wie mit dem Sattel, denn auch diese müssen zu 100-Prozent dem Pferd passen. Es gibt Trense für Vollblüter, Warmblüter und Kaltblüter. Die Trensen können über Riemen verstellt werden, sodass diese dann später auch richtig sitzt. Die Gebisse haben verschiedene Grössen und es ist wichtig, dass das Gebiss wirklich passt. Ideal ist es natürlich, wenn das Pferd bereits ein Gebiss besitzt, denn anhand diesem kann die Grösse nachgemessen werden.

Abschwitzdecke & Co.

Eine Abschwitzdecke sollte auf jeden Fall vorhanden sein, die Grösse der Decke ermittelt Ihr in dem Ihr die Rückenlänge des Pferdes misst, vom Winderrist bis zum Schweifansatz. Neben einer Abschwitzdecke ist auch die Anschaffung einer Regendecke sinnvoll. Je nach Haltungsform und auch abhängig vom jeweiligen Pferd sollte auch eine Winterdecke angeschafft werden. Die Decken können aber auch ruhigen Gewissens nach der Ankunft des Pferdes gekauft werden.

Longe und Longiergurt

Mit der Longe kann das Pferd kontrolliert in der Halle, Round-Pen oder auf dem Platz bewegt werden. Gerade ein neues Pferd sollte nicht unbedingt direkt frei laufen gelassen werden, sondern lieber kontrolliert.

Für die spätere Arbeit mit dem Pferd empfiehlt sich die Anschaffung eines vernünftigen und gut sitzenden Longiergurts (hierzu erfahrt Ihr in einem späteren Bericht mehr).

Noch ein Tipp für die erste Zeit mit dem eigenen Pferd

Bevor Euer Pferd in dem von Euch ausgewählten Stall einzieht, sollten Ihr Euch über Tierärzte sowie Hufschmiede informieren. Am besten fragt Ihr andere Pferdebesitzer nach Empfehlungen, es ist sehr sinnvoll, dass der Tierarzt/-in sowie der Hufschmied aus der näheren Umgebung kommen. Gerade in einer Notfallsituation ist es wichtig, dass der Tierarzt/-in schnell vor Ort sein kann.

 

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Mit Halfter und Strick können die ersten Sparziergänge genossen werden.

Ab wann ist ein Pferd alt?

Interessante Frage

Ich finde es sehr interessant wie die Frage „Ab wann ist ein Pferd“ alt beantwortet wird, da sie doch sehr verschiedene Antworten sowie Meinungen mit sich bringt. Eine ähnliche Reaktion löst zum Beispiel auch die Frage aus „Ab wann ist ein Mensch alt“, denn jeder definiert Alt anders und empfindet es anders.

Jeder kann und sollte bei der Beantwortung für sich selbst diese beantworten und nicht für die Allgemeinheit, so sehe ich es.

Meine Erfahrung

Oft wurde ich in den vergangenen Jahren gefragt „Warum nimmst Du immer alte Pferde“, ich habe diese Frage nicht wirklich verstanden. Meine erste Stute war 16 Jahre wie sie zu uns kam, dann hatten wir ein Pferd gepachtet, dieser war 19 Jahre, danach folgte die Stute meines Mannes (leider verstorben) diese war 17 Jahre und zu guter Letzt kam eine 19-jährige Stute zu uns und ein geschätztes 19-jähriges Shetty (ebenfalls verstorben). Wie man an den Altersangaben sieht waren es alles Pferde 15+, bei Menschen wäre es wohl 50+.

Für mich war die Beantwortung immer einfach, ein Pferd welches 15, 16,17 und aufwärts ist, verändert sich nicht mehr sehr von seinem Wesen.

Unterschied alt und jung

Junge Pferde müssen nicht nur noch viel lernen, sondern es dauert, bis ein Pferd sich gefestigt hat. Vergleichbar ist der Reifungsprozess beim Pferd mit denen von uns Menschen.

Ein Pferd welches die 15 überschritten hat, kommt nicht mehr in die Pubertät, es ist ausgebildet, erzogen (so sollte es zumindest sein:-)) und gefestigt. Ob ein Pferd alt ist, entscheidet nicht das Papier, sondern sein Gesundheitszustand sowie sein Verhalten. Da ich gerne Vergleiche mit uns Menschen ziehe, ist es für mich so, dass ein Mensch mit 50 Jahren nicht alt ist, es sei denn er fühlt sich alt, ein Pferd, welches 19,20 oder 21 Jahre alt ist, ist nicht unbedingt alt.
Es gibt viele Menschen die immer wieder erstaunt reagieren, wenn sie höhren, das Pferde in einem Alter von 25 Jahren (zum Beispiel) noch geritten werden, da doch die meisten Menschen der Meinung sind, so alt wird kein Pferd.

Die Haltung, Ernährung ist entscheidend

Wenn Pferde von Anfang an gut gehalten werden, vernünftig sowie schonend ausgebildet werden, artgerecht (sprich mit viel Bewegung am Tag) gehalten werden, auf ihre individuellen Bedürfnisse eingegangen wird, sie nicht als „Gerät“ gesehen werden, dann kann jedes Pferd (solange es seine Gesundheit zulässt) alt werden. Die Fütterung sowie die Haltung spielt eine entscheidende Rolle, wenn es um das Erreichen eines hohen Alters geht.

Für mich ist ein Pferd alt, wenn es zeigt, dass es sich alt fühlt, wann das ist entscheidet das Pferd und nicht der Mensch. Natürlich haben ältere Pferde andere Ansprüche an die Haltung wie ganz junge, sie brauchen vielleicht auch öfter mal den Arzt, aber das bedeutet lange noch nicht, dass sie nicht auch Freude am Leben haben.

Mich würde es interessieren wie Ihr das seht, welche Erfahrungen habt ihr gemacht, wie ist Eure Meinung und habt Ihr vielleicht sogar ein „altes“ Pferd.